Back to the Roots: 60 Kinder entdecken, was in ihnen steckt

In den Naumburger Ferienspielen wurde aus einer zunächst leeren Halle innerhalb weniger Stunden ein lebendiger Treffpunkt für 60 Kinder. Unter dem Motto „Back to the Roots“ ging es eine Woche lang um Feuer, Holz, Wald, gemeinsames Kochen, Bewegung und die Erfahrung, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.

Eine leere Halle erwacht zum Leben

Am Montagmorgen war die Halle noch still und nahezu unberührt. Stühle standen bereit, Materialien warteten auf ihren Einsatz und draußen lag eine große Wiese, auf der noch nichts von dem zu sehen war, was in den kommenden Tagen entstehen sollte.

Unberührt und jungfräulich. Halle Montag morgen 08:00Uhr

Dann kamen die Kinder.

Innerhalb kurzer Zeit füllten Stimmen, Lachen und Bewegung den Raum. 60 Kinder lernten sich kennen, fanden erste Kontakte und machten sich gemeinsam auf den Weg in eine Woche, in der vieles bewusst einfach blieb.

Keine Bildschirme, keine fertigen Lösungen und kein ständiger Wechsel von Reizen.

Stattdessen Holz, Feuer, Erde, Wasser und die eigene Fantasie.

Back to the Roots

„Back to the Roots“ bedeutete in Naumburg nicht, auf Komfort zu verzichten.

Es bedeutete, wieder zu erleben, wie viel Kinder mit einfachen Materialien, ihren eigenen Händen und einer starken Gemeinschaft schaffen können.

Ein Ast konnte zu einem Speer werden. Ein Stück Holz verwandelte sich mit Geduld in einen Löffel. Aus wenigen Zutaten entstand eine Gemüsesuppe. Ein kleiner Funke wurde zu einem selbst entzündeten Feuer.

Die Kinder mussten dabei nicht versuchen, etwas möglichst perfekt nachzubauen. Sie durften ausprobieren, verändern und eigene Wege finden.

Genau dadurch entstanden Werkstücke und Erfahrungen, die wirklich zu ihnen gehörten.

Speere schnitzen in großer Runde

Bereits am ersten Tag wurde geschnitzt.

In einer großen gemeinsamen Runde arbeiteten die Kinder an ihren eigenen Speeren. Sie entfernten vorsichtig die Rinde, glätteten das Holz und gestalteten ihre Werkstücke anschließend ganz individuell.

Manche Kinder gingen sofort entschlossen ans Werk. Andere beobachteten zunächst, wie das Schnitzmesser geführt wurde, und tasteten sich langsam heran.

Beim Schnitzen braucht es Ruhe und Aufmerksamkeit. Ein Messer lässt sich nicht durch Hektik beeindrucken. Wer zu schnell arbeitet, merkt rasch, dass Holz seinen eigenen Rhythmus hat.

So entstand eine besondere Atmosphäre: 60 Kinder waren gemeinsam beschäftigt, und doch arbeitete jedes an seinem ganz eigenen Stück.

Speere schnitzen in großer Runde

Mit viel Liebe zum eigenen Werkstück

Nach dem Schnitzen wurden die Speere verziert.

Mit Schnüren, Farben und kleinen Details verwandelten die Kinder ihre schlichten Holzstäbe in persönliche Einzelstücke. Einige Verzierungen waren auffällig und bunt, andere eher zurückhaltend.

Es gab keine zwei gleichen Speere.

Gerade das machte den Reiz aus. Die Kinder konnten selbst entscheiden, wie ihr Werkstück aussehen sollte. Sie mussten keine vorgefertigte Lösung erfüllen, sondern durften ihre eigenen Ideen sichtbar machen.

Am Ende hielten sie nicht einfach nur einen bearbeiteten Ast in der Hand.

Sie hielten etwas, das sie selbst geschaffen hatten.

Mit viel Liebe werden die Speere verziert.

Speerwerfen ist gar nicht so einfach

Natürlich wollten die Kinder ihre Speere anschließend auch ausprobieren.

Dabei stellten viele schnell fest, dass ein Speer nicht automatisch dort landet, wo man ihn haben möchte. Kraft allein half wenig. Es brauchte die richtige Haltung, einen guten Bewegungsablauf und das passende Gefühl für den Zeitpunkt des Abwurfs.

Immer wieder wurde angesetzt, geworfen, beobachtet und verändert.

Manche Speere flogen überraschend weit. Andere landeten zunächst direkt vor den Füßen. Doch genau darin lag die Erfahrung: Etwas nicht sofort zu beherrschen, sondern es durch Übung langsam besser zu können.

Auch hier galt der Leitgedanke der Woche:

Erfolg entsteht manchmal erst nach vielen Versuchen.

Speerwerfen ist gar nicht so einfach.

Gemeinsam starten, in kleinen Gruppen erleben

Am ersten und am letzten Tag waren alle 60 Kinder gemeinsam unterwegs.

Von Dienstag bis Donnerstag teilten sie sich jedoch in drei Gruppen auf. So konnten sie die einzelnen Aufgaben intensiver erleben und hatten mehr Zeit, selbst tätig zu werden.

Jede Gruppe durchlief im Laufe der drei Tage drei unterschiedliche Erfahrungsbereiche.

Dadurch bekam jedes Kind die Möglichkeit, im Wald zu bauen, mit Feuer zu arbeiten, gemeinsam zu kochen und ein eigenes Werkstück herzustellen.

Mit dem Lunchpaket in den Wald

Eine Gruppe zog mit ihrem Lunchpaket hinaus in den Wald.

Dort wurden Hütten gebaut. Die Kinder suchten Äste, überlegten gemeinsam, welche Konstruktion halten könnte, und probierten aus, wie sich aus Naturmaterialien ein geschützter Ort schaffen lässt.

Eine Hütte entsteht nicht dadurch, dass jeder einfach irgendwo einen Ast ablegt. Es braucht Absprachen, Ideen und die Bereitschaft, gemeinsam an einer Sache zu arbeiten.

Manche Kinder sammelten Material, andere planten, wieder andere testeten, ob die Wände stabil genug waren.

Nach dem Bauen wurde Stockbrot gegrillt.

So wurde aus dem Wald nicht nur ein Spielort, sondern ein Ort, an dem die Kinder bauten, aßen, miteinander redeten und für einige Stunden ganz selbstverständlich Teil ihrer Umgebung wurden.

Löffel aus Holz und Glut

Eine zweite Gruppe beschäftigte sich mit Holz und Feuer.

Die Kinder stellten eigene Löffel her. Dabei wurde die Vertiefung nicht einfach ausgeschnitten, sondern mit Glut langsam in das Holz gebrannt.

Glutbrennen verlangt Geduld.

Die Glut muss an der richtigen Stelle liegen, das Holz darf nicht unkontrolliert verbrennen und immer wieder muss kräftig gepustet werden, damit die Glut weiterarbeitet.

Das geht nicht schnell.

Gerade deshalb war diese Aufgabe so wertvoll. Die Kinder konnten beobachten, wie sich das Holz ganz langsam verändert. Zentimeter für Zentimeter entstand aus einem einfachen Stück Holz eine kleine Mulde.

Das Ergebnis war nicht aus einer Maschine gekommen.

Es entstand durch Atem, Zeit und Ausdauer.

Beim Glutbrennen braucht richtig viel Puste.

Bis der erste Funke überspringt

Besonders beeindruckt hat uns die Ausdauer der Kinder beim Feuermachen.

Ein Feuer mit dem Feuerstahl zu entzünden, sieht zunächst einfacher aus, als es ist. Der Stahl muss richtig geführt werden, der Funke muss den Zunder treffen und selbst dann beginnt nicht automatisch eine Flamme zu brennen.

Immer wieder setzten die Kinder neu an.

Manchmal entstand gar kein Funke. Manchmal blitzte er nur kurz auf. Manchmal glomm der Zunder für einen Augenblick und erlosch gleich wieder.

Doch die Kinder blieben dabei.

Sie veränderten ihre Haltung, probierten eine andere Bewegung, legten den Zunder neu und versuchten es erneut. Viele arbeiteten erstaunlich lange und hoch konzentriert an ihrer Aufgabe.

In einer Welt, in der vieles sofort funktionieren soll, machten sie eine andere Erfahrung:

Erfolg entsteht manchmal erst nach vielen Versuchen.

Und dann kam dieser besondere Moment.

Ein Funke blieb im Zunder liegen. Ein kleiner Rauchfaden stieg auf. Die Kinder pusteten vorsichtig – und plötzlich brannte das Feuer.

Der Stolz in ihren Gesichtern zeigte, dass sie nicht einfach nur eine Flamme entzündet hatten.

Sie hatten erlebt, dass sich Geduld und Durchhalten lohnen.

Eigens Feuer ohne Feuerzeug???? Geht!!!!!

Gemüsesuppe über dem Lagerfeuer

In der dritten Gruppe wurde gemeinsam gekocht.

Die Kinder schälten und schnitten Kartoffeln, Zwiebeln und weiteres Gemüse. Dabei mussten sie konzentriert arbeiten, Messer sicher führen und sich miteinander abstimmen.

Für viele war es eine neue Erfahrung, an einer Mahlzeit von Anfang an selbst beteiligt zu sein.

Die Suppe kam nicht fertig aus einem Topf. Sie entstand Schritt für Schritt durch die Arbeit vieler Kinder.

Anschließend wurde sie über dem Lagerfeuer gekocht.

Der Duft breitete sich aus, und aus einzelnen Zutaten wurde nach und nach eine gemeinsame Mahlzeit.

Wer selbst geschnitten, vorbereitet und gerührt hat, erlebt Essen anders.

Die Gemüsesuppe war deshalb mehr als eine Stärkung. Sie war das Ergebnis gemeinsamer Arbeit.

Gemüsesuppe selber machen und dann noch Zwiebeln schneiden, Respekt.

Lederbeutel für kleine Schätze

Neben dem Kochen stellten die Kinder eigene Lederbeutel her.

Sie arbeiteten mit dem Material, brachten Schnüre an und gestalteten kleine Taschen, in denen später persönliche Fundstücke und Schätze aufbewahrt werden konnten.

Auch hier stand nicht ein perfektes Ergebnis im Mittelpunkt.

Wichtiger war, dass die Kinder selbst tätig wurden, eigene Entscheidungen trafen und am Ende etwas mit nach Hause nehmen konnten, das mit einer echten Erfahrung verbunden war.

Ein selbst hergestellter Lederbeutel erzählt eine andere Geschichte als ein gekaufter Gegenstand.

Er erinnert an die Hände, die ihn gefertigt haben.

Freispiel ist keine verlorene Zeit

Neben allen angeleiteten Programmpunkten gab es bewusst auch Zeit zum freien Spielen.

Auf der großen Wiese entstanden kleine Gruppen. Es wurde mit Reifen, Bällen und anderen Materialien gespielt, gerannt, getobt und immer wieder etwas Neues erfunden.

Freispiel ist für Kinder kein Lückenfüller.

Es ist die Zeit, in der sie selbst entscheiden, Kontakte gestalten, Regeln entwickeln und eigene Ideen verwirklichen.

Nicht jede Minute einer Ferienwoche muss von Erwachsenen geplant sein.

Kinder brauchen auch Räume, in denen sie ihre Welt selbst erschaffen dürfen.

Toben, Freispiel. Ein absolutes MUSS

Wieder gemeinsam

Nach drei intensiven Tagen in den Gruppen kamen am Freitag wieder alle 60 Kinder zusammen.

Nun brachten sie ganz unterschiedliche Erfahrungen mit: selbst entzündete Feuer, gebaute Hütten, geschnitzte Speere, gebrannte Löffel, Lederbeutel und die Erinnerung an eine gemeinsam gekochte Suppe.

Aus den einzelnen Gruppen wurde wieder eine große Gemeinschaft.

Auf dem Abschlussbild standen Kinder, die in dieser Woche vieles ausprobiert und manche Grenze erweitert hatten.

Nicht jedes Feuer brannte beim ersten Versuch. Nicht jeder Speer flog sofort weit. Nicht jeder Löffel sah am Ende genauso aus wie geplant.

Doch genau darin lag der Wert.

Die Kinder hatten nicht nur Ergebnisse gesammelt.

Sie hatten Erfahrungen gemacht.

Wasserparty zum großen Finale

Zum Abschluss wurde es noch einmal laut, fröhlich und vor allem nass.

Bei einer großen Wasserparty mit Hüpfburg konnten sich die Kinder austoben, springen, lachen und die Woche gemeinsam feiern.

Nach konzentriertem Schnitzen, Bauen, Kochen und Feuermachen war das ein passender Abschluss.

Am Montag hatten alle gemeinsam begonnen.

Von Dienstag bis Donnerstag waren die Kinder in ihren Gruppen intensiv in die einzelnen Themen eingetaucht.

Und am Freitag kamen sie wieder zusammen, um zu feiern, was in dieser Woche entstanden war.

Eine stolze Truppe mit vielen neuen Erfahrungen

Am Ende der Ferienspiele standen 60 Kinder vor der Kamera.

Viele hielten ihre selbst gefertigten Speere in den Händen. Andere zeigten ihre Werkstücke oder standen einfach stolz zwischen den Kindern, mit denen sie diese Woche erlebt hatten.

Das Gruppenfoto zeigt keine perfekt inszenierte Abschlussgesellschaft.

Es zeigt eine bunte Truppe mit vielen neuen Erfahrungen.

Kinder, die Feuer gemacht haben, ohne ein Feuerzeug zu benutzen. Kinder, die ihr Essen selbst vorbereitet haben. Kinder, die mit Holz, Glut und Leder gearbeitet haben. Kinder, die im Wald Hütten bauten und beim freien Spiel ihre eigenen Ideen entwickelten.

Vor allem aber zeigt es Kinder, die drangeblieben sind.

Danke an die Stadt Naumburg

Wir bedanken uns herzlich bei der Stadt Naumburg, bei Nehle und Marlene für das Vertrauen und die Möglichkeit, diese besondere Ferienwoche gestalten zu dürfen.

Unser Dank gilt allen Menschen, die vorbereitet, organisiert und im Hintergrund unterstützt haben.

Ein besonderer Dank geht an unser Team, das die Kinder mit viel Geduld, Aufmerksamkeit und Freude durch diese Woche begleitet hat.

Und natürlich danken wir den 60 Kindern.

Sie haben aus einer leeren Halle einen lebendigen Treffpunkt, aus Ästen persönliche Werkstücke und aus kleinen Funken echte Erfolgserlebnisse gemacht.

Was bleibt

Am Ende wurde die Halle wieder leergeräumt. Die Materialien wurden verpackt, die Stühle zurückgestellt und die Wiese wurde wieder stiller.

Doch die Erfahrungen gingen mit den Kindern nach Hause.

Der selbst geschnitzte Speer. Der Lederbeutel. Der Löffel, der mit Glut entstanden war. Die Erinnerung an Stockbrot im Wald und an eine Gemüsesuppe, für die viele Hände gemeinsam gearbeitet hatten.

Und vielleicht vor allem dieser eine Moment:

Der Funke sprang über, der Zunder begann zu glimmen – und ein Kind wusste plötzlich, dass es sich gelohnt hatte, nicht aufzugeben.

Inhaltsverzeichnis

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How Kola – Willkommen im Indianercamp

Zwischen Tipis und Trommeln entsteht eine eigene Welt naturverbunden, kreativ und voller Bewegungsfreude. Unser Indianerlager bringt Kinder in Kontakt mit handwerklichen Traditionen, uralten Spielen und dem Zauber gemeinsamer Rituale.


🎨 Kreativstationen:

  • Kopfschmuck aus Stoff und Federn

  • Jagdbögen schnitzen & Traumfänger gestalten

  • Trommelbau und Jagdschilde aus Sperrholz – jedes Stück ein Unikat


🏹 Aktion & Bewegung:

  • Bogenschießen wie die Lakota

  • Anschleichen an das Bison – mit leisen Sohlen & wachem Blick

  • Tänze, Gesänge & Indianerspiele – im Kreis der Gemeinschaft


🔥 Ergänzend:

  • Stockbrotgrillen am Lagerfeuer

  • Aufbau echter Tipis im Sioux-Stil möglich (je nach Fläche & Rahmen)


How Kola heißt: Freund sein.
Und so fühlen sich die Kinder nach einem Tag im Camp – mit neuen Geschichten, echtem Stolz und einem Lächeln im Gesicht.

Firmensitz Ehringen Tipi kompr.
Kopfschmuck