In der zweiten Ferienwoche wurde die Taubenbergschule erneut zum Ort für Geschichten, Gemeinschaft und Abenteuer. Dieses Mal tauchten 43 Kinder in die Welt der Lakota ein und gestalteten gemeinsam eine Woche voller Kreativität, Naturerlebnisse und besonderer Rituale.
Kopfschmuck, Farben und eigene Ideen
Zu einem Lakota-Abenteuer gehört natürlich auch ein eigener Kopfschmuck. Mit viel Geduld und Fantasie entstanden ganz individuelle Stücke.
Dabei ging es uns nicht darum, etwas möglichst perfekt nachzubauen. Viel wichtiger war, dass die Kinder ihre eigenen Ideen einbringen konnten. Farben wurden ausgewählt, Muster gestaltet und aus einfachen Materialien entstanden persönliche Schmuckstücke, die die Kinder durch die Woche begleiteten.
Ein echter Lakota braucht Kopfschmuck
Trommeln, Rhythmus und Gemeinschaft
Auch die Trommeln gehörten zu dieser Woche dazu. Zunächst wurde gemeinsam entdeckt, wie aus einfachen Materialien ein Instrument entsteht und wie man damit umgeht.
Später zeigte sich wieder einmal, was Rhythmus mit einer Gruppe machen kann: Aus vielen einzelnen Kindern wird für einen Moment eine Gemeinschaft, die denselben Takt hört und spürt.
Gerade solche gemeinsamen Erfahrungen sind für uns ein wichtiger Teil unserer Programme. Nicht Leistung oder Wettbewerb stehen im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Erleben.
Okay, wie geht das mit den Trommeln?
Schnitzen braucht Ruhe
Ein weiterer Bestandteil der Woche war das Schnitzen.
Dabei war Konzentration gefragt. Die Kinder mussten sich Zeit nehmen, genau hinschauen und Schritt für Schritt arbeiten. Manche waren sofort völlig versunken in ihre Aufgabe, andere tasteten sich langsam heran.
Und genau darum geht es: ausprobieren, Erfahrungen sammeln und irgendwann festzustellen, dass man etwas geschafft hat, das man sich vorher vielleicht noch gar nicht zugetraut hätte.
Volle Konzentration beim Schnitzen.
Ohne Stockbrot geht es einfach nicht
Natürlich durfte auch das Feuer nicht fehlen.
Gemeinsam saßen die Kinder draußen, hielten ihre Stöcke über die Glut und warteten darauf, dass das Stockbrot endlich fertig wurde. Und wie immer stellte sich schnell heraus: Geduld gehört beim Stockbrot unbedingt dazu.
Diese ruhigen Momente am Feuer gehören für uns genauso zu einer Abenteuerwoche wie Bewegung, Spiel und Aktion. Hier entstehen Gespräche, gemeinsames Lachen und manchmal einfach ein paar Minuten, in denen niemand etwas leisten muss.
Ohne Stockbrot? Geht gar nicht!
Geschichten, die durch die Woche begleiteten
Natürlich wurde die Woche nicht nur von Aktionen, Handwerk und gemeinsamen Ritualen geprägt. Auch Geschichten und Gesang begleiteten die Kinder durch die Tage und gaben vielen Erlebnissen einen besonderen Rahmen.
Dabei wird vor allem ein Name vermutlich noch lange in Erinnerung bleiben: der Kleine Biber. Seine Geschichten tauchten immer wieder auf, verbanden einzelne Programmpunkte miteinander und luden die Kinder dazu ein, mit ihrer Fantasie noch tiefer in die gemeinsame Abenteuerwelt einzutauchen. Für viele wurde der Kleine Biber im Laufe der Woche zu einem vertrauten Begleiter.
Und natürlich durfte auch unser Kraftlied nicht fehlen: „Adler will fliegen“. Gemeinsam gesungen, getragen vom Rhythmus der Trommeln und der Energie der Gruppe, wurde es schnell zu einem festen Bestandteil der Woche. Wir sind uns ziemlich sicher, dass dieses Lied auch nach den Ferienspielen noch in so mancher Kinderzimmerlandschaft zu hören sein wird.
Gerade solche Geschichten und Lieder sind für uns mehr als nur Unterhaltung. Sie schaffen Bilder im Kopf, verbinden die Gruppe und sorgen dafür, dass eine Ferienwoche nicht einfach endet, wenn am Freitagnachmittag die letzten Kinder nach Hause gehen.
Der Adler, unser Wegbegleiter durch die Woche.
Das große Abschlusspalaver
Am Freitagnachmittag waren schließlich die Eltern, Geschwister und Angehörigen eingeladen.
Gemeinsam bildeten wir einen großen Kreis und ließen die Woche noch einmal lebendig werden. Die Kinder konnten zeigen, was sie erlebt und geschaffen hatten, und aus einer Feriengruppe wurde für diesen Moment noch einmal eine große Gemeinschaft aus Kindern, Eltern und Team.
Ein schöner Abschluss für fünf intensive Tage – und für uns wieder einer dieser Augenblicke, in denen deutlich wird, warum wir solche Wochen so gerne gestalten.
Viele Menschen machten auch diese Woche möglich
Eine solche Ferienwoche entsteht nicht allein durch ein gutes Programm. Sie wird erst möglich, wenn viele Menschen offen, unkompliziert und mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten.
Unser besonderer Dank gilt Torsten Fischer von der Stadt Idstein. Die Zusammenarbeit mit ihm war von Anfang an unkompliziert, freundlich und vertrauensvoll. Fragen konnten schnell geklärt und viele Dinge auf kurzem Wege abgestimmt werden.
Ebenso danken wir Jörg und dem gesamten Team der Schulmensa. Das Essen war während der ganzen Woche hervorragend und die Zusammenarbeit ausgesprochen angenehm. Die Kinder wurden jeden Tag zuverlässig und lecker versorgt – eine wichtige Grundlage für eine erlebnisreiche Ferienwoche.
Wir danken außerdem der Stadt Idstein, die sich mit einem spürbaren finanziellen Beitrag an den Ferienspielen beteiligt. Dadurch wird ein hochwertiges und verlässliches Ferienangebot für Familien zu einem bezahlbaren Preis möglich. Dieses Engagement zeigt, welchen Stellenwert Kinder, Familien und eine gute Ferienbetreuung in Idstein haben.
Auch die Schulleitung der Taubenbergschule hat uns von Beginn an wohlwollend aufgenommen und uns ermöglicht, die Schule erneut für eine Woche in eine ganz eigene Abenteuerwelt zu verwandeln.
Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an Stefan, den Hausmeister der Schule. Er hatte stets ein offenes Ohr für unsere Fragen, half unkompliziert weiter und trug mit seiner freundlichen Art dazu bei, dass wir uns in der Schule schnell willkommen fühlten.
Wenn Kommune, Schule, Mensa und Veranstalter so gut zusammenarbeiten, entstehen genau die Freiräume, in denen Kinder ihre Fantasie entfalten und besondere Erfahrungen machen können.
Eine besondere zweite Ferienwoche in Idstein
Wir bedanken uns bei allen Eltern und Familien für ihr Vertrauen und die vielen wertschätzenden Rückmeldungen.
Vor allem aber danken wir den 43 Kindern, die diese Woche mit ihren Ideen, ihrer Energie, ihrer Neugier und ihrer ganz eigenen Persönlichkeit geprägt haben.
Sie haben aus der Taubenbergschule für fünf Tage einen ganz besonderen Ort gemacht.




