60 kleine Lakotas erobern Hofheim

60 Kinder, ein großer Schulhof und eine ganze Ferienwoche voller Geschichten, Musik und Abenteuer: In der ersten Hofheimer Ferienspielwoche verwandelte sich das Gelände Stück für Stück in ein lebendiges Lakota-Dorf.

Am Montagmorgen kamen viele Kinder an, die sich vorher noch nie begegnet waren. Manche stürmten sofort neugierig ins Abenteuer, andere beobachteten zunächst vorsichtig, was um sie herum geschah. Doch bereits nach kurzer Zeit war zu spüren: Hier sollte nicht einfach nur eine Gruppe von Kindern gemeinsam ihre Ferien verbringen. Hier sollte ein Stamm entstehen.

Aus Fremden wird ein Stamm

Zu Beginn der Woche wurden die Kinder in kleinere Stämme aufgeteilt. Gemeinsam suchten sie nach passenden Namen, entwickelten eigene Zeichen und lernten, als Gruppe Entscheidungen zu treffen.

Dabei ging es nicht darum, wer am lautesten, schnellsten oder geschicktesten war. Jeder Stamm brauchte ganz unterschiedliche Fähigkeiten: Kinder, die mutig vorangingen, Kinder mit guten Ideen, aufmerksame Beobachter, kreative Köpfe und diejenigen, die darauf achteten, dass niemand zurückblieb.

Aus Kindern, die sich am Montag teilweise noch fremd waren, wurden nach und nach Gemeinschaften. Es wurde zusammen gebaut, gestaltet, gesungen, ausprobiert, gelacht und natürlich auch manchmal diskutiert. Denn ein echter Stamm entsteht nicht dadurch, dass immer alle einer Meinung sind. Er entsteht dort, wo Menschen lernen, einander zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden.

Bogen, Trommel und eigene Lakotakleidung

Im Laufe der Woche gab es für die Kinder viel zu entdecken und noch mehr selbst zu gestalten.

Sie bauten eigene Bögen, arbeiteten mit Holz und Naturmaterialien und erlebten, wie aus einfachen Dingen mit Geduld und Fantasie etwas ganz Besonderes entstehen kann. Es wurden Trommeln gestaltet und Kleidungsstücke und Schmuckelemente angefertigt, die jedes Kind auf seine eigene Weise verzieren konnte.

Dabei entstanden keine identischen Ergebnisse nach einer festen Vorlage. Jeder Bogen, jede Trommel und jedes Kleidungsstück trug die Handschrift des Kindes, das es geschaffen hatte.

Genau das gehört für uns zu einer gelungenen Ferienwoche: Kinder sollen nicht versuchen, etwas möglichst perfekt nachzumachen. Sie sollen eigene Ideen entwickeln, Entscheidungen treffen und am Ende stolz sagen können:

„Das habe ich selbst gemacht.“

Geduld und Geschick und natürlich helfende Hände, das alles braucht es um eine Trommel zu bauen.

„Adler will fliegen“

Musik und gemeinsame Rituale begleiteten die Kinder durch die gesamte Woche. Besonders das Kraftlied „Adler will fliegen“ entwickelte sich schnell zu einem festen Bestandteil des Tages.

Je öfter das Lied erklang, desto selbstverständlicher sangen die Kinder mit. Aus einzelnen, zunächst noch vorsichtigen Stimmen wurde ein kräftiger gemeinsamer Gesang.

Das Lied handelte vom Mut, die eigenen Flügel auszubreiten, an sich zu glauben und sich auf den Weg zu machen. Und genau das konnten wir während der Woche immer wieder beobachten: Kinder, die sich zunehmend mehr zutrauten, Verantwortung übernahmen oder plötzlich Fähigkeiten zeigten, die vorher kaum jemand in ihnen vermutet hätte.

„Wann ist endlich 15 Uhr?“

Jeden Nachmittag um 15 Uhr wurde es für einen Moment ruhiger im Lager.

Dann war die Zeit des Kleinen Bibers gekommen.

Die Kinder versammelten sich und hörten gemeinsam die tägliche Fortsetzung seiner Geschichte. Der Kleine Biber erlebte Abenteuer, musste Entscheidungen treffen, fand neue Freunde und begegnete Herausforderungen, die manchmal gar nicht so weit von der Lebenswelt der Kinder entfernt waren.

Schon bald wurde die Geschichte zu einem festen Höhepunkt des Tages. Immer wieder fragten Kinder bereits lange vorher:

„Wann ist endlich 15 Uhr?“

Schöner kann ein Kompliment an eine Geschichte kaum sein.

In einer Zeit, in der Kinder von schnellen Bildern, Videos und ständig wechselnden Eindrücken umgeben sind, entstand hier etwas ganz Einfaches und zugleich Wertvolles: Die Kinder saßen zusammen und hörten einer Geschichte zu.

Sie ließen innere Bilder entstehen, fieberten mit dem Kleinen Biber mit und überlegten, wie seine Reise wohl weitergehen würde. Für einen Moment brauchte es keine Bildschirme und keine aufwendigen Effekte – nur eine Geschichte und die Fantasie der Kinder.

Er begleitete die 60 kleinen Lakotas durch die Woche, unser Adler

Der Adlertanz mit den Eltern

Am Ende der Woche wurden die Eltern eingeladen, einen kleinen Einblick in das entstandene Stammesleben zu bekommen.

Die Kinder präsentierten, was sie gebaut, gestaltet und gelernt hatten. Dabei ging es nicht um eine perfekte Aufführung. Es ging darum, den Eltern ein Stück der Welt zu zeigen, die während der vergangenen Tage entstanden war.

Der emotionale Höhepunkt war der gemeinsame Adlertanz.

Kinder und Eltern kamen zusammen, bewegten sich miteinander und wurden für diesen Moment Teil desselben Kreises. Die Kinder konnten zeigen, was sie während der Woche begleitet hatte – und die Erwachsenen waren nicht nur Zuschauer, sondern wurden selbst Teil des Erlebnisses.

In den Gesichtern der Kinder waren Stolz und Freude zu sehen. Manche Eltern tanzten zunächst noch etwas zurückhaltend, andere ließen sich sofort mitreißen. Doch nach kurzer Zeit spielte es keine Rolle mehr, wer die Bewegungen richtig oder falsch ausführte.

Es ging um Gemeinschaft.

Um einen Moment, in dem Kinder und Erwachsene miteinander etwas erlebten, statt einander nur zuzusehen.

Und vielleicht war genau das der schönste Abschluss dieser Woche.

Eine Woche voller kleiner und großer Abenteuer

Natürlich bestand die Ferienwoche nicht nur aus den großen Programmpunkten. Es waren auch die vielen kleinen Momente, die sie besonders machten.

Ein Kind, das einem anderen beim Bauen half. Ein Stamm, der nach einem Streit wieder zusammenfand. Ein zunächst zurückhaltendes Kind, das plötzlich laut mitsang. Schmutzige Hände, leuchtende Augen und der Stolz über einen selbst gebauten Gegenstand.

Nicht jedes Abenteuer muss spektakulär sein.

Manchmal beginnt es bereits dort, wo ein Kind sich etwas Neues zutraut. Wo es lernt, geduldig zu bleiben. Wo es erlebt, dass seine Ideen wichtig sind und es Teil einer Gemeinschaft sein kann.

Köstlich so ein Stockbrot über der Glut.

Danke an die Stadt Hofheim

Eine solche Ferienwoche ist nur möglich, wenn viele Menschen gemeinsam daran arbeiten.

Wir bedanken uns bei der Stadt Hofheim, bei Katja und Birte für das Vertrauen und die Möglichkeit, diese besondere Woche gestalten zu dürfen. Ebenso danken wir allen Beteiligten, die im Hintergrund organisiert, vorbereitet und unterstützt haben.

Ein besonderer Dank gilt natürlich unserem Team, das die Kinder mit viel Energie, Kreativität und Aufmerksamkeit durch die Woche begleitet hat.

Und wir danken den Eltern für ihr Vertrauen.

Vor allem aber danken wir den 60 Kindern, die aus einem Schulhof eine Lakota-Welt und aus einer Gruppe einen Stamm gemacht haben.

Der Stamm zieht weiter

Am Ende der Woche wurden Bögen, Trommeln, Kleidung und viele Erinnerungen mit nach Hause genommen. Das Lager wurde langsam wieder abgebaut und der Schulhof verwandelte sich zurück in einen ganz gewöhnlichen Ort.

Doch etwas blieb.

Die Geschichten des Kleinen Bibers. Das Kraftlied vom fliegenden Adler. Der gemeinsame Tanz. Neue Freundschaften und die Erfahrung, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben.

Und vielleicht wird das eine oder andere Kind auch zu Hause noch einmal fragen:

„Wann ist endlich 15 Uhr?“

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How Kola – Willkommen im Indianercamp

Zwischen Tipis und Trommeln entsteht eine eigene Welt naturverbunden, kreativ und voller Bewegungsfreude. Unser Indianerlager bringt Kinder in Kontakt mit handwerklichen Traditionen, uralten Spielen und dem Zauber gemeinsamer Rituale.


🎨 Kreativstationen:

  • Kopfschmuck aus Stoff und Federn

  • Jagdbögen schnitzen & Traumfänger gestalten

  • Trommelbau und Jagdschilde aus Sperrholz – jedes Stück ein Unikat


🏹 Aktion & Bewegung:

  • Bogenschießen wie die Lakota

  • Anschleichen an das Bison – mit leisen Sohlen & wachem Blick

  • Tänze, Gesänge & Indianerspiele – im Kreis der Gemeinschaft


🔥 Ergänzend:

  • Stockbrotgrillen am Lagerfeuer

  • Aufbau echter Tipis im Sioux-Stil möglich (je nach Fläche & Rahmen)


How Kola heißt: Freund sein.
Und so fühlen sich die Kinder nach einem Tag im Camp – mit neuen Geschichten, echtem Stolz und einem Lächeln im Gesicht.

Firmensitz Ehringen Tipi kompr.
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